Berufliche Veränderungen

Berufliches Drunter und Drüber

Vielleicht wurde dir gekündigt. Vielleicht bist du angestellt und sehnst dich nach etwas Neuem, hast jedoch keinen Plan wohin es gehen soll, was du überhaupt willst und vor allem wie dir das gelingen soll. Vielleicht bist du schon lange Selbständig und hast nun den Mut aufgebracht dich von deinen sicheren Geldjobs zu verabschieden. Vielleicht bist du gerade über deinen Schatten gesprungen und hast erneut einen Geldjob angenommen, obwohl du lieber mit etwas anderem dein Geld verdienen würdest. Vielleicht liegt gerade eine grössere Investitionsphase hinter dir, die Aufträge lassen jedoch auf sich warten und es läuft alles anders, als du es dir vorgestellt oder geplant hast.


Egal welches «vielleicht» dich gerade beschäftigt, es umgibt dich eine schleichende Angst oder Unsicherheit vor dem Unbekannten, dem Nichtwissen was auf dich zu kommt und wie es mit deiner Arbeit weitergehen soll.

Alle diese Möglichkeiten sind unterschiedlich und doch haben sie eines gemeinsam: Sie sind eng an einen Übergang gebunden. Entweder steht ein Übergang unmittelbar bevor oder man befindet sich gerade mittendrin.

Übergänge sind für uns Menschen anstrengend, unfassbar, unsicher und mühsam. Aber Warum? Wahrscheinlch weil wir es eher gewohnt zu kontrollieren und mit einem klaren Plan ein Ziel zu verfolgen, statt uns einfach unserem Wachsen und Erblühen wie ein Samen im vollen Vertrauen hinzugeben.

Also schütteln uns Übergänge durch, wir stellen uns und unseren Weg selbst in Frage und zweifeln an unseren gefällten Entscheidungen.

Gerade in unserer westlichen Gesellschaft haben wir den Bezug zu natürlichen Übergängen verloren. Die natürlichen Übergangsrituale wurden aus unserem Leben verbannt, einst sogar verteufelt oder schlicht und einfach für altmodisch befunden. Vergessen wurde, dass alles seine Zeit, Berechtigung und seinen Sinn hat. Es wird verdrängt, dass alles veränderlich ist und nichts bleibt wie es ist, ob nun sogenannt Gutes oder Schlechtes. Nichts lässt sich festhalten. Wir kommen mit nichts zur Welt und verlassen ebenfalls mit nichts diese Erde.


Und was ist dazwischen?

Das Leben. Das Leben welches uns immer wieder von neuem die Möglichkeit bietet unsere inneren Grenzen zu sprengen und daran zu wachsen. Wachsen und uns neu definieren können wir nur, wenn wir uns dem Veränderungsprozess hingeben, so dass fast nichts mehr so ist, wie es einmal war.


Und da sind wir wieder bei den Übergängen. Ja sie sind anstrengend und man würde sie am liebsten auslassen oder überspringen. Wir brauchen sie jedoch für unser inneres Wachstum. Es ist wie bei einem Computer: Irgendwann braucht jeder Computer ein neues System, muss runtergefahren, formatiert und neu aufgesetzt werden. Daten-Backups müssen erstellt werden, die Software muss aktualisiert werden und vielleicht braucht es sogar eine neue Hardware. Erst wenn alles Nötige getan wurde und nach einer gewissen Eingewöhnungsphase läuft es rund: du hast wieder genügend Speicher, vielleicht einige neue Programme und dein Workflow und du werden wieder zu einem eingespielten Team.

Und so ist es auch mit uns Menschen: Übergänge sind Updates unseres Selbst. Sie sind etwas ganz Natürliches ja sogar Essenzielles, denn sie lassen uns das Leben in einer neuen Tiefe und Fülle erfahren. Übergänge ermöglichen uns ein neues Ausrichten und schaffen den nötigen Raum für das Neue, welches erst einkehren kann, wenn wir Platz dafür schaffen. So ist es die Aufgabe jedes Übergangs in uns die Bereitschaft wachsen zu lassen, dass wir unser Leben neu formen und definieren w o l l e n. Nur so kann sich unser verändertes Wesen in die neue Lebensphase katapultieren, die zu unserem heutigen Wesen passt und mit unseren momentanen Werten übereinstimmt...

...bis auch die neue Lebensphase sich eines Tages wieder ihrem Ende und ihrem Übergang nähert - und der Kreislauf wieder von vorne beginnt. Ja, das ist das Leben!


© Bild & Text: Suzane Brunner Zeltner: Delphias Berufungsschule

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