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Suzane Brunner Zeltner

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Der Preis für deinen Erfolg

Aktualisiert: 13. Nov 2018

Herbstbilanz. Warum die Natur keinen Burn-out kennt. Weshalb wirtschaften im Rhythmus der Jahreszeiten Sinn macht. Fragen für deine Herbstbilanz.

Bilder und Text: Suzane Brunner Zeltner


Es ist Herbst. Eine arbeitsreiche Jahreszeit, denn die Ernte wird eingeholt, verarbeitet und für den Winter bereitgestellt. Im Winter, wenn es kalt ist und nichts wächst, überleben wir dank unseren Vorräten. Das war über Tausende von Jahren und bis vor wenigen Jahrzehnten noch so.


Heute können wir praktisch alles und das zu jeder Jahreszeit im Laden kaufen. Was einst ein Luxus war, stellt uns nun vor neue Herausforderungen: Die meisten Menschen haben vergessen, dass wir natürliche Wesen sind und keine Maschinen. So gelten auch für uns Menschen die Regeln der Natur, und diese sind zyklisch. Die Natur ist so erfolgreich und stark, weil sie sich an ihre Rhythmen hält, sich selbst reguliert und ausbalanciert. Die Jahreszeiten. Die Monate. Der Tag und die Nacht.

Da können wir als Gesellschaft noch so schnell werden und diese Schnelligkeit zelebrieren - der Natur ist unser Stress egal.

Die Natur bleibt sich treu. Ihre Schönheit und Kraft offenbart sich uns überall dort, wo wir ihr Raum geben. Einen Burn-out kennt sie nicht, denn sie ruht in der Nacht und im Winter. Und das Tag für Tag. Jahr um Jahr.

Und dann kommen wir Menschlein daher und glauben, mit unseren schlauen Konzepten immer ernten zu können.

Lancieren jederzeit ein neues Projekt. Und versuchen, uns statt mit Ruhe mit Pillen und Pülverchen auszugleichen. Mit Botox füllen wir unsere Falten, damit wir ewig jung und schön bleiben. Dabei können wir nur potente Samen bilden, wenn wir Ja zum eigenen Zerfall sagen.


Je länger wir die natürlichen Rhythmen um uns herum missachten und die Bedürfnisse unseres Körpers übergehen, desto unausweichlicher ist ein Zusammenbruch.


Ist über eine geraume Zeit ein grosses Ungleichgewicht in uns herangewachsen, wählt jedes Ungleichgewicht irgendwann den Zusammenbruch, denn es will sich entladen und sucht seine Erleichterung und seinen Ausgleich.

Sich den Rhythmen der Natur hinzugeben, ist folglich weder alternativ noch esoterisch: Es ist schlicht und einfach schlau, nachhaltig, nährend, sinnreich, beruhigend und selbstregulierend.

Wir müssen nicht immer alles neu erfinden und alleine stemmen. Wir dürfen uns an die Kräfte der Jahreszeiten anlehnen und MIT der Natur sein, gehen und wirken. Das nenne ich Effizienz, denn nur so ist ein gesundes Wachstum möglich. Die grosse Frage ist, was wir wann angesät haben. Wie lange wir es nähren. Und ob wir unsere herangereiften Früchte mögen.


So ist auch der Herbst die Zeit der Bilanz: Was haben wir investiert und was konnten wir dadurch ernten?


Je länger wir bei EINEM Projekt bleiben, desto mehr Blüten trägt dieses Projekt und erhält somit die Chance auf eine gute Ernte. Je umfangreicher ein Projekt, desto mehr Zeit, Investition und Ressourcen erfordert es, bis es läuft und Gewinn abwirft.

Da Geduld in der heutigen Zeit an Bedeutung verloren hat, halten viele das Wiederkehrende kaum aus und erkennen nicht seine Kraft.

Statt in der eigenen Tiefe an Ort und Stelle zu investieren, suchen wir in der Ferne unseren Schatz. In der Ferne suchen bedeutet jedoch oftmals auch Energie verschwenden. Ein gesundes Ökosystem reguliert und nährt sich selbst und übernimmt intern die Verantwortung für seinen Kreislauf. In unserer Wirtschaft ist das Zerstückeln von Arbeitsprozessen, das Arbeiten mit übertriebenen und unverbindlichen Fremdfinanzierungen, das Produzieren von Wegwerfprodukten, die sich schwer rezyklieren lassen, gang und gäbe. Wir agieren und denken mehrheitlich punktuell und kurzfristig – statt kreisläufig und rund. Jede grosse Veränderung beginnt zum Glück im Kleinen: bei jedem selbst. Das ist unsere gemeinsame Chance!



Hier einige Coachingfragen zu deiner inneren Waage und äusseren Ernte für deine Herbstrefelxion


Dazu will ich dich einladen, in diesem goldenen Herbst einen Spaziergang zu machen und dir selbst ein paar Fragen zu stellen (beruflich UND privat). Vielleicht findest du ja in deiner Umgebung eine Linde – die Linde ist der Herzbaum und unterstützt dich mit ihrer Güte beim ehrlichen Beantworten dieser Fragen:

  • In was hast du dieses Jahr investiert

  • Was konntest du ernten?

  • Wie hoch waren deine Investitionen (Taten, vorhandene Mittel, Zeit, Geld)?

  • Ist dein Geben und Nehmen ausgeglichen? Grob und im Detail?

  • Wie und wo verlierst und verschwendest du Kraft?

  • Wo braucht es einen Ausgleich und welchen?

  • In welche Bereiche willst du weiterhin investieren, wo willst du geben und säen?

  • Was willst du loslassen und kompostieren?

Ein Tasse Lindentee entstresst, lässt uns entspannen, stärkt unser Herz (Coeur) und fördert unseren Mut (Courage). Der Mut entspringt dem Herzen. Und das ist es, was wir für unseren individuellen Berufungspfad brauchen. Den eigenen Weg zu gehen, erfordert grossen Einsatz. Sich selbst zu schauen und sich auszubalancieren, ist eine der grossen Aufgaben, die wir als Menschen meistern dürfen. Denn egal was wir ansäen, es wird wachsen.


Nun wünsche ich dir einen goldigen Herbst! Und wenn du Lust und Zeit hast, mir die Essenz deiner Herbstreflexion zu senden, dann freue ich mich sehr über deine Nachricht.


Herzlich Suzane Brunner Zeltner