Was wirklich zählt

Aktualisiert: 29. Jan 2019

Ende November. Der tiefe Herbst ist nun da. Die Natur hat sich bald ganz zurückgezogen und sie lässt ihre letzten Blätter fallen. Da ist keine Energie mehr, um etwas zu halten, was nicht zum Überleben notwendig wäre. Im natürlichen Jahreskreislauf bedeutet dies: Reduktion auf das Wesentliche. Reduktion auf das, was zählt — auf die Essenz.


Doch was zählt? Um was geht es wirklich im Leben?


Solange wir nicht wissen, wer wir sind und wofür wir stehen, werden wir das Glück suchen. Die Liebe suchen. Den Sinn unseres Lebens suchen.

Die schlechte Nachricht: Dieses Glück, diese Liebe und unser Sinn  warten nirgendwo auf uns. Die gute Nachricht: Das Glück, die Liebe und der Sinn sind bereits in uns. Gerne würde ich den Menschen, die sich nach ihrer Berufung sehnen und sich deshalb mit mir in Verbindung setzen, sagen: Sobald du deine Berufung gefunden hast, bist du dauerhaft glücklich, spürst stets die Liebe und alles läuft dir leicht von der Hand. Doch bei mir ist das nicht so.


Auch wenn ich meine Berufung klar kenne und diese lebe, habe ich das Glück, die Liebe, das, was für mich wirklich zählt, stets aufs Neue selbst zu kultivieren.

Das Leben stellt uns alle täglich vor Herausforderungen. Nicht um uns zu plagen. Nein, um uns auf das Wesentliche zurückzuführen, auf das, was wirklich zählt und für uns bedeutungsvoll ist — unsere Essenz.


Es liegt in unserer Verantwortung, für unsere Essenz, für das, was uns so wichtig und von Bedeutung ist, einzustehen. Denn das ist unsere Kraft. Es ist der Auftrag des Lebens an uns. Da wir alle ein Teil der einen Menschheit und des Gesamtsystems sind, beeinflussen wir es in jedem Moment mit — durch unseren inneren Reichtum oder unsere innere Armut. Wählen wir den Reichtum unserer Essenz, dann stärken wir unsere gemeinsame Welt. Leben wir unsere Armut, schwächen wir sie.

Ja, wir sitzen alle im gleichen Boot.


Und das Leben, und wie wir es erfahren, ist ein Gesamtkunstwerk.

Unsere eigene Kostbarkeit müssten wir eigentlich nicht von äusseren Umständen abhängig machen, denn schliesslich ist unsere Essenz unser Naturell, und dies beinhaltet die Fülle unserer Talente und unseren Zauber. Ist eine Situation noch so schwer oder unbefriedigend, dann liegt genau darin unsere Aufgabe, unsere Essenz in ihrem Reichtum verströmen zu lassen. Wenn nicht wir, wer dann? Und in erster Linie für unsere Selbsterfüllung. Wir selbst tun uns gut, wenn wir bewusst das wählen und leben, was für uns zählt. Wir können nicht warten, bis die äusseren Bedingungen gut genug sind, damit wir unsere kraftvolle Essenz sein und leben können. Was, wenn es niemals genug sein wird?


Wir alle sind aufgefordert, genau in noch so schweren Situationen uns für unseren inneren Reichtum zu entscheiden, statt unserer Armut das Zepter zu überlassen. Wählen wir unseren inneren Reichtum, bereichern wir einen Umstand mit dem, was gerade fehlt, dringend gebraucht wird und wir selbst in uns genügend zur Verfügung haben. Damit warten wir nicht auf ein besseres Leben. Wir selbst gestalten es aktiv zu dem mit, wie wir es uns aus tiefstem Herzen wünschen.


Und dazu will ich uns alle ermutigen. In kleinsten Schritten — wenn es uns auch nur für kurze Momente gelingt, weil es a-n-s-t-r-e-n-g-e-n-d ist. Diese kostbaren Momente zeigen eine grosse Wirkung und werden sich durch Übung vermehren. Mit der Zeit werden wir stärker und klarer in unserer Kraft, in unserem Ausdruck und in unserem Dasein. Ja, es ist nicht einfach. Doch es ist möglich. Und vor allem ist es das, was wirklich zählt.


Was zählt für dich?

Lass es mich wissen.


Einen würdigenden und farbenfrohen Jahresabschluss wünsche ich dir.


Herzlich - Suzane Brunner Zeltner

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